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Das neue Gesetz zur Maklerprovision

Das neue Gesetz zur Maklerprovision

09.07.2020 / Immo-News

Bundestag und Bundesrat haben beschlossen: Ab dem 23. Dezember 2020 muss die Maklercourtage beim Immobilienkauf geteilt werden.

In den meisten Bundesländern wurde dies bereits vor der neuen Gesetzlage so gehandhabt. Jedoch gab es bis dato keine verbindliche Regelung, die dazu verpflichtete. Dagegen trägt der Käufer in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Hessen derzeit noch die gesamte Provision.

Durch das neue Gesetz zur Maklerprovision ist es künftig nun nicht mehr möglich beim Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, die Maklercourtage vollständig dem Käufer aufzubürden. Stattdessen sieht das Gesetz vor, dass sich Käufer und Verkäufer die Courtage teilen und somit beide Parteien gleichermaßen an den Kosten für die Provision beteiligt sind.

Um nachzuweisen, dass die Provision wirklich hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird, muss zunächst der Verkäufer zahlen. Erst wenn der Verkäufer oder der Makler seine Zahlung nachgewiesen hat, muss der Käufer seinen Anteil zahlen.

Die Neuregelung zur Verteilung der Maklercourtage gilt jedoch nur dann, wenn der Käufer als Verbraucher handelt. Handelt es sich um einen Verkauf an Gewerbetreibende, können die Maklerkosten weiterhin anderweitig verteilt werden.

Ziel des Gesetzes ist es, die Erwerbsnebenkosten zu reduzieren und Immobilienkäufer von Kaufnebenkosten zu entlasten.

Quelle:
https://www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/maklerrecht-doch-kein-bestellerprinzip-fuer-immobilienkauf_84342_500542.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/maklerprovision-immobilien-1.4907553