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Wachstum in der Bauwirtschaft

Wachstum in der Bauwirtschaft

07.11.2019 / Immo-News

Da die Bauwirtschaft zu den größten Wirtschaftszweigen Europas zählt, kommt ihr eine hohe Bedeutung in der deutschen Binnenwirtschaft zu. Nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Beschäftigung steht die Bauwirtschaft sehr gut da und wächst stetig weiter. 

In der deutschen Volkwirtschaft gilt die Bauwirtschaft mit mehr als 2,2 Millionen Beschäftigten als größter Arbeitgeber und steht in enger Verbindung mit anderen Wirtschaftszweigen. Dem Bundesministerium für Bau zu folge, erwirtschaftete die Bauwirtschaft im Jahr 2018 ein Bauvolumen von ca. 400 Milliarden Euro, womit die Branche vor anderen bedeutenden Industriebereichen, wie dem Maschinenbau, lag. 

Innerhalb der Bauwirtschaft wird in fünf Bereiche unterteilt. Zum einen der Bereich der vorbereitenden Baustellenarbeiten, zum anderen der Hoch- und Tiefbau, aber auch Bauinstallation, sonstige Baugewerbe und die Baumaschinenvermietung zählen hinzu. Innerhalb des eigentlichen Baugewerbes werden mehr als 73.000 Unternehmen mit ca. 750.000 Beschäftigten gezählt. Bei ca. dreiviertel der Gesamtbeschäftigten handelt es sich um Beschäftigte im Handwerk. 

Der Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg teilte kürzlich in einer Pressemitteilung mit, dass der Bauboom im Südwesten dauerhaft fortschreitet. 2019 rechnen Experten mit einer Umsatzsteigerung um 8 Prozent auf ca. 19 Milliarden Euro. Die Aufträge in der Branche stiegen im ersten Halbjahr bereits um 19 Prozent. Expertenmeinungen zu folge kann die Bauwirtschaft zuversichtlich in die Zukunft blicken. 

Grund für solch eine positive Entwicklung seien Bauvorhaben von Firmen und der öffentlichen Hand, welche deutlich zu einem steigenden Umsatz beitragen. Dem Verbraucherband zu folge, stieg der Umsatz im Wohnungsbau dagegen lediglich um ca. 6 Prozent an. Der Beschäftigungsgrad der Bauwirtschaft soll 2019 um ca. 2 Prozent zum Vorjahr steigen. 

Aufgrund des hohen Bedarfs der öffentlichen Hand und deren Investitionsvorhaben, sowie der bestehenden Nachfrage im Wohnungsbau stehen der Branche Experten zu Folge keine konjunkturellen Tiefschläge bevor. 

Von 2017 zu 2018 wurde in der Bauwirtschaft ein Umsatzanstieg von ca. 11 Prozent verzeichnet und hat sich damit seit 2004 geradezu verdoppelt. 

Die Auftrags- und Umsatzsteigerung hat auch einen Anstieg der Beschäftigten zur Folge, wodurch sich 2018 ein Anstieg der Beschäftigten um 5,1 Prozent ergab. Innerhalb der letzten zehn Jahre gab es demnach eine Steigerung von ca. 20.000 Arbeitsplätzen in der Bauwirtschaft. Während auch in dieser Branche ein Fachkräftemangel zu spüren ist, steigt die Ausbildungsbereitschaft gegenüber dem Vorjahr. 

 

 

Quelle: Wirtschaft im Südwesten, Ausgabe November 2019