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Immobilien im Alter

Immobilien im Alter

06.01.2019 / Immo-News

In jungen Jahren lässt sich bereits Einiges für den eigenen Alterswohnsitz tun, beispielsweise mit dem passenden Vorsorgeplan fürs Rentenalter. So ist es unter anderem wichtig, sich nicht mit der  Finanzierung zu übernehmen, denn spätestens zum Eintritt der Rente sollte die Immobilie abbezahlt sein, was durch einen gut durchdachten Finanzierungsplan ermöglicht wird. Für den Fall, dass der Finanzierungsplan nicht wie gewollt ablaufen kann, ist ein Sparkonto eine gute Absicherung. Dies kann auch im Falle einer Sanierung oder Umrüstung zu Gute kommen. Auch regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen erhalten den Wert der Immobilie und ermöglichen eine frühzeitige Vorbereitung auf die Zukunft. 

Bei der Wahl der Immobilie kann hier auch die Umgebung eine Rolle spielen, denn eine gute Infrastruktur, sowie gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Eigenheims unterstützen einen stressfreien Alltag – auch im Alter. Denn gerade im Alter fallen Alltagssituationen unter Umständen nicht mehr so leicht, wie zum Beispiel die Bewegungsfreiheit oder Mobilität. Hier lässt sich zudem Einiges  durch eine angepasste Ausstattung, wie ein Aufzug im Wohngebäude, oder eine altersgerechte Einrichtung erleichtern. 

Dennoch tritt in der Regel mit zunehmendem Alter die Frage auf, ob das Eigenheim verkauft oder behalten werden soll, denn im Laufe der Zeit ändern sich nicht nur die eigenen Bedürfnisse, sondern auch die Ansprüche an das Zuhause. 

Gegen den Verkauf der eigenen Immobilie sprechen meist emotionale Gründe: Erinnerungen, angenehme Nachbarschaft, viel Platz, Anlaufstelle der gesamten Familie, aber auch das Gefühl der Unsicherheit bei einer derartigen Veränderung. 

Und doch wird das Eigenheim oft aus Gründen der mit der Größe der Immobilie verbundenen Arbeit, einer nicht altersgerechten Ausstattung und einem hohen Bedarf an Renovierungsmaßnahmen im Alter veräußert. Auch der Erlös ist hier bezüglich der Rente, des Alterswohnsitzes oder den Erben oft ein Entscheidungskriterium. 

Entscheidet man sich für den Verkauf, bestehen trotzdem Möglichkeiten die Immobilie auch im Alter weiterhin zu nutzen: Wohnrecht, Leibrente und Umkehrhypothek sind hier gern genutzte Möglichkeiten. Im Falle eines Wohnrechts erhält der Verkäufer ein lebenslanges Wohnrecht in dieser Immobilie, dieses Wohnrecht wird Bestandteil des Kaufvertrags und wird im Grundbuch eingetragen.  Den passenden Käufer zu finden, der das Objekt zunächst als Anlage erwirbt, ist jedoch oftmals nicht leicht, und zudem kann sich dies auch auf den Kaufpreis auswirken. Bei einer Leibrente besteht ebenfalls ein lebenslanges Wohnrecht; hier verkauft der Eigentümer die Liegenschaft und erhält statt einmaliger Kaufpreiszahlung eine lebenslange, monatliche Auszahlung. Bei der Umkehrhypothek wird die Immobilie an den Geber des Darlehens veräußert, der Kaufpreis kann hierbei als einmalige Summe oder als monatliche Auszahlung geleistet werden. Auch hier wird lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, erst im Todesfall wird der Darlehensgeber zum neuen Eigentümer. 

Möchte man aus Gründen der altersgerechten und barrierefreien Ausstattung zum Beispiel lieber eine Eigentumswohnung erwerben, empfiehlt es sich, beispielsweise ein variables Darlehen aufzunehmen. So sichert man sich die Finanzierung der Wohnung bis Erhalt des Erlöses für das bisherige Eigenheim und kann das Darlehen beim Verkauf gesamtheitlich tilgen. 

In jedem Fall ist es ratsam, die Entscheidung gut abzuwägen und alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um die bestmögliche Entscheidung für sich selbst zu treffen. 

 

 

Quelle: https://www.homeday.de/de/immobilienverkauf/immobilie-im-alter/