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Einführung des Baukindergeldes

Einführung des Baukindergeldes

04.11.2019 / Immo-News

Die Einführung des Baukindergeldes Mitte September 2018 führte zu einem deutlichen Anstieg der Immobilientransaktionen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Insgesamt wurden für bislang 135.000 Familien 2,8 Milliarden Euro bewilligt.  

Gestützt auf tatsächliche Kaufabschlüsse, stellten Forscher mit der Einführung des Baukindergeldes einen Anstieg um 2,1 Prozent fest. Dies bedeutet einen Umsatzanstieg von knapp 10 Prozent, also auf 66,3 Milliarden Euro, welcher sich damit als siebthöchster Stand in Folge auszeichnet. Verantwortlich hierfür waren dabei hauptsächlich Eigentümerwechsel von Bestandsgebäuden. Auch Kreditinstitute bestätigten die erhöhte Nachfrage nach der Förderungsmöglichkeit. 

Baukindergeld bedeutet, dass Familien mit Kindern über zehn Jahre jeweils 1.200 Euro pro Kind für den Kauf oder den Bau einer Immobilie erhalten können, also insgesamt 12.000 Euro. 

Ziel der Bundesregierung ist es, Alleinerziehende und Familien vor allem in Zeiten steigender Immobilienpreise zu unterstützen. 

Obwohl man bei dem Namen des Baukindergeldes zunächst von der Schaffung von neuem Wohnraum ausgeht, beziehen sich jedoch nur ein Viertel der Anträge auf Neubauprojekte. Dies gilt auch als Kritikpunkt der Subvention, die damit das Ziel, den Wohnungsmarkt zu entlasten, eher verfehlt. Dort, wo Wohnraum benötigt wird, also in den Städten, verschärft sich durch das Baukindergeld der Markt, da freie Grundstücke meist von Projektentwicklern bebaut werden. 

Rund um deutsche Großstädte nahmen die Transaktionen zu. Diese Randgebiete gelten traditionell als umsatzstärkste regionale Eigenheimmärkte. 

Neben einer stetig steigenden Nachfrage nach Häusern, sinken die Transaktionen bei Eigentumswohnungen im Jahr 2018 um 0,8 Prozent, bei gleichzeitig steigenden Preisen um 5,6 Prozent. 

Vor allem in Großstädten gilt die Wohnungssuche als sehr schwierig, aufgrund von schleppenden Baufortschritten. 

Grundsätzlich sinkt die Zahl der Transaktionen jedoch in den deutschen Metropolen um ca. 6 Prozent, was auch auf Immobilienplattformen deutlich wird. 

Bei hoher Nachfrage, sinkt die Zahl der Wohnungsinserate. 

 

Quelle: 

https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/rekord-bei-eigenheim-kaeufen-bau...

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/ein-jahr-baukindergeld-2-8-milli...